Holiday :-)

So, meine Lieben, ich bin raus! Zumindest für die nächsten drei Wochen, denn ich habe Urlaub :-). Heute geht es los nach Kapstadt. War zuletzt 2003 für ein paar Monate dort und freu mich wie Bolle, dass ich morgen wieder hin fliege. Bin gespannt was sich alles verändert hat! Werde auch in der Klinik vorbeischauen, habe damals in der Herz- und Thoraxchirurgie am Grotte Schuur Hospital famuliert. Werde euch auf jeden Fall über meine Erlebnisse auf dem Laufenden halten. Bis dahin!

Holiday 🙂

I`m off…at least for three weeks, as I´m going on holidays :-). I´m  flying to Cape Town later in the day. The last time I´ve been there was back in 2003, when I did an elective in the Department of Cardiothoracic Surgery at Groote Schuur Hospital. Of course I will be visiting the Department to see what has changed in the last 12 years. Stay tuned as I will be reporting from time to time.

Outfit of the day

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Pullover with pearl collar: Nice connection, shiny jeans: Sportalm, shoes 1: Timberland, shoes 2: See by Cloè, coat: Toni Gard, bag: Rabeanco 

Hier eine schöne Kombi, die sich nach der Arbeit ganz einfach zum After-Work Party Outfit umgestalten lässt. War auch gut für die Fashion Week geeignet ;-).

Great outfit, that you can easily convert to an after-work party outfit. Also suitable for Berlin Fashion Week ;-).

 

 

Shoes, shoes, shoes

Das Thema Schuhe ist ein Besonderes…über nichts habe ich mir glaube ich in punkto Bekleidung in der Klinik mehr Gedanken gemacht. Angefangen hat alles mit Sneakern…diversen Sneakern!

In meiner Anfangszeit habe ich natürlich die weißen Hosen angezogen, die mir die Klinik stellte…schrecklicher Schnitt und viiiiieeel zu kurz. Als ich das beim Einkleiden anmerkte sagte mir die nette Wäschefrau nur, das gehört so, wir wollen nicht, dass die Hose auf den Schuhen aufliegt, da stößt sie nur ab. HÄÄÄÄÄ!?! Was is´n das für nen Argument…sind Hochwasserhosen etwa besser!?!

Nun gut, ich hab sie angezogen. Daher konnte ich meine Individualität nur mit T-Shirts und Schuhen ausdrücken…nun gut, dachte ich mir, dann muss es halt zusammen passen.

Anstatt der Regel der Gürtel muss zu den Schuhen passen, hieß es bei mir, das Shirt muss zu den Schuhen passen. Da ich recht viele Oberteile in allen erdenklichen Farben hatte, mussten nun auch Sneakers in allen erdenklichen Farben her. Von pinken Nikes, über rote Miss Sixties, zu braunen oder gelben Pumas…ich hatte alles. Hier mal ein Foto von einigen….habe nicht mehr alle….

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Ich habe im Januar zu arbeiten begonnen, daher kam im Sommer die nächste Entscheidung…neue Schuhe…daher ging es weiter mit verschiedenen Ballerinas.

Das ist bis heute geblieben, ich finde Ballerinas sind eine tolle Variante und es gibt sie auch mit Gummisohle, so dass sie auf dem Gang nicht so laut sind.

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Da sind wir auch schon beim nächsten Problem: Schuhe mit Ledersohle oder gar Absatz in der Klinik?

Ehrlich gesagt weiß ich es immer noch nicht genau. Am Anfang war für mich klar dass ich auf jeden Fall „leise“ Schuhe anziehen möchte, da ich denke, dass es für die Patienten nicht allzu angenehm ist, wenn die ganze Zeit jemand auf dem Gang auf und ab stöckelt. Daher gilt auch heute noch für mich, dass ich vorwiegend Schuhe mit Gummisohlen anziehe. Aber mit der Zeit und mit dem steigenden Anteil von weiblichen Kolleginnen änderte sich das in unserer Abteilung. Plötzlich klapperte es überall auf den Gängen. Ich finde dies manchmal doch befremdlich, aber manchmal beneide ich sie auch um ihre Selbstverständlichkeit.

Stiefel zu Hosen oder auch zu einem Strickkleid finde ich ja toll…plötzlich sind Jeans und ein einfacher Pulli schnell aufgewertet. Allerdings ist es nicht das einfachste zwischen den OP`s. Unsere OP´s dauern ja meist doch recht lange, so dass ich das Problem nicht allzu häufig am Tag habe. Aber was mache ich, wenn ich zwischen den OP´s kurz mal raus gehe um was zu essen oder zu erledigen? Die Scrubs bleiben kurz an, der Kittel geht drüber, aber was ist das? Stiefel zu Scrubs????

Ich glaube nicht… das sieht doch zu komisch aus. Daher muss man sich entweder für die kurze Zeit komplett wieder anziehen, was einem kostbare Zeit von der eh schon zu kurzen Pause raubt, oder man platziert sich ein paar Sneakers im Spind, die zu solchen Gelegenheiten zum Einsatz kommen. Meine sind bislang meine uralten weißen Kangoroos…..aber jetzt wo ich drüber nachdenke…wollte die schon lange mal austauschen…an Sneaker Alternativen mangelt es bei mir nämlich nicht ;-).

Auch Wedges sind super in der Klinik…man ist etwas größer und somit mit dem ein oder anderen Kollegen auch mal auf Augenhöhe, und sie sind „leise“ :-). Ich besitze gleich zwei paar, ein Paar von Kennel&Schmenger und eins von Ash…ich liebe beide <3. Hier hat man das gleiche Problem mit den Scrubs wie bei den Stiefeln, da die komischen blauen Hosen einfach zu kurz sind….aber auch hier kommen meine Universalsneaker zum Einsatz.

Mit dem aktuellen Trend der flachen Schuhe finde ich es immer einfacher passende Schuhe zu finden, die ich auch in der Klinik trage. Von Brogues über Sneaker bis hin zu Chelsea Boots oder auch Overknee Stiefeln…..alles ist möglich :-).

Shoes, shoes, shoes

Shoes are a special… there is hardly anything I thought more about in terms of dressing in the hospital. It all started with sneakers … a LOT of sneakers!

At the beginning I wore the white trousers provided by the hospital….they had a terrible cut and were way to short, as I immediately mentioned to the nice dressing woman. But she just told me, that they are supposed to end above the shoes so that they wouldn´t wear off. WHAT!?!

Well there was no negotiation with that part of my outfit, that left it all to the shirt and the shoes to express my individuality.

Instead of the rule that the belt must match the shoes, I created a different one: the shirt has to match the shoes. As I had quite a lot of shirts in every imaginable colour, I now needed sneakers in every colour. From pink Nikes to red Miss Sixties to brown or yellow Pumas … I had them all. Here is a photo of some of them…. I don´t have them all any more….

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I started to work in January, so once summer was coming, the next decision in the shoe department was pending…… so I went for various ballet flats.

This has remained up to day, I think ballet flats are a great option and they are also available with rubber sole, making no noise in the hallway.

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Here we have the next problem: shoes with leather soles or even heels in the hospital?

Honestly, I still do not know. In the beginning I was sure to opt for „quiet“ shoes, because I think it might not be too pleasant for the patients if someone teeters up and down the hallway. That kept till today, I mainly wear shoes with rubber sole.

But with time and with the increasing number of female colleagues that attitude changed in our department. Suddenly it rattled around in the hallways. I still find it strange, but sometimes I envy their nonchalance.

Boots with pants or a knit dress are always a great option … jeans and a simple sweater are upgraded quickly. However, it is not the easiest in between operations. Our opertions take quite long, so I don´t face the problem often during the day. But what if I want to go outside the operating area to grab something to eat or to deal with a patient….the white coat goes over the scrubs….but what is that? Boots with scrubs????

I don´t think so … it looks too funny. Therefore, you either have to change completely for a small amount of time cutting your break short or you leave some sneaker in your locker to go with the scrubs.

Wedges are another great alternative for the hospital … it makes you slightly taller meeting some of your colleages at eye level and they are „quiet“. I own two pair, a pair from Kennel & Schmenger and one from Ash … I love them both <3. But there is the same problems as with boots, but again the universal sneakers come in handy.

With the ongoing trend of flat shoes I find it easier and easier to find suitable shoes that I wear in the hospital. From brogues to sneaker and Chelsea boots or overknees ….. everything is possible ☺.

SOS

oder sister of support. Jede von uns hat wahrscheinlich einige Szenen aus Grey´s Anatomy vor Augen in denen sich Meredith und Christina gegenseitig unterstützen und beide um ihren gegenseitigen support beneidet. Aber funktioniert das auch im wirklichen Leben?

Definitiv bei Frauen nicht immer einfach, vor allem im Arbeitsumfeld. Klar hat jede von uns eine beste Freundin im privaten Bereich, aber beruflich??? Jemand mit dem ich meine Sorgen, Ängste und vor allem den täglichen Ärger teilen kann? Eher schwierig, da die Frauen die infrage kommen, ungefähr gleiches Alter und Interessen, auch ungefähr genauso weit in ihrer Ausbildung sind und man daher unweigerlich auch Konkurrenz ist. Sich einer Konkurrentin anvertrauen? Wird sie die Informationen eventuell gegen mich und zu ihrem Vorteil verwenden? Bislang war das nicht sooo mein Ding.

Also doch lieber Einzelkämpferin? Ehrlich gesagt kann ich die Frage noch nicht beantworten, da ich erst seit dieser Woche eine, bzw. mehrere SOS habe….zugegeben ein bisschen gezwungenermaßen im Rahmen eines Führungskräftetrainings, aber ich bin gespannt, was die nächsten Monate im Austausch in der peer group bringen. Mit dabei Frauen aus unterschiedlichen medizinischen Fachbereichen und auch eine Chirurgin, zum Glück nicht aus meiner Abteilung, glaube damit könnte ich noch nicht so gut umgehen, da ich mich erst langsam an den Austausch gewöhnen muss ;-)…..also, es bleibt spannend und ich werde berichten! Und vielleicht ist ja meine Christina mit dabei ;-)…..

SOS

or sister of support. I guess everyone of us envied at least once Meredith and Christina for their support of each other while watching Grey´s Anatomy. But does it work in real life as well?

Definitely not easy in the working environment especially for women. Certainly everyone of us has a BFF, but one you are working with?

Someone with whom I can share my worries, fears, and above all the daily hassles ….. rather difficult, because the women who come into question, who are about the same age and share the same interests, are the ones I compete with in training and in my career. Should I trust my competitor? Maybe she uses the information about me to her advantage? Till now, that was just not my thing.

But do I prefer to go it alone? Honestly I don´t know yet, as my SOS`s just appeared this week ;-)….I admit, it is a bit out of necessity as it is part of a management training, but I am curious what I will get out of the next months of peer group exchange. The group consists of women from different medical specialties. There is another female surgeon, luckily not from my deparment as I think I could not deal with that …..yet!?! But I am excited and keep you posted! And who knows….maybe I´ll find my Christina ;-)….

Du wirst immer hübscher….

…das sagte mir heute eine unserer Physio´s, als wir uns auf dem Gang begegneten. Zuerst fühlte ich mich geschmeichelt, aber dann kam ich ins Grübeln…ich bin ja schließlich kein Mann, der im Alter interessanter wird, während wir Frauen…nun ja, lassen wir das ;-).

Doch was hat sich also in den letzten acht Jahren verändert?

In der Facharztausbildung hatte ich immer das Bestreben als Chirurg und nicht als Frau wahrgenommen zu werden. In unserer Abteilung gab es vor mir nur eine einzige Frau, die es zur Fachärztin geschafft hat und ich wollte die zweite sein. Doch nicht nur das: ich wollte es auch in der Mindestdauer von 6 Jahren schaffen und den OP-Katalog auch wirklich operiert haben.

Ein hehres Ansinnen, da dachte ich, wenn auch nicht immer bewusst, das ich nicht anders sein wollte als der Rest…das bedeutete also schon gar nicht eine Frau. Nicht, dass ich jetzt einen auf besonders männlich machte, nein, das nicht, aber mein Kleidungsstil war ganz schön angepasst. Sprich Jeans oder weiße Hose und T-Shirt und die farblich passenden Sneaker zum T-Shirt. Das war´s. Ich hatte so ein eigenes Abteil in meinem Schrank, in dem sich die Klamotten für die Klinik befanden und der Rest war „privat“. Ab und an, wanderten dann ein paar ältere T-Shirts vom privaten in den Klinik-Teil.

Und heute? Na ja, mein Vorhaben habe ich in die Tat umgesetzt und bin mittlerweile die erste Oberärztin in unserer Abteilung. Auch die Abteile in meinem Schrank vermischen sich immer mehr und ich bin der festen Überzeugung man kann Chirurg und Frau sein.

You’re getting prettier every day..

… one of our Physio’s told me today. At first I was flattered, but the longer I was thinking about it I was getting insecure. After all I am not a man getting „interesting“ with age, while we women…. well let´s leave it with that ;-).

But what has changed in the last eight years?

In training I always wanted to be seen as a surgeon and not as a woman. In my department only a single woman before myself managed to become a surgeon and I wanted to be the second. But that wasn´t all: I wanted to finish my training in the minimum time required and wanted to have actually done all the operations needed.

A noble plan. I wanted to fit in, even if that ment not to be recognised as a woman. I didn´t dress masculine but I adopted the style of the department quite nicely. Say jeans or white pants and T-shirt and matching colored sneakers to go with the shirt. I even had a separate compartment in my closet for the clothes for the hospital, the rest of my closet was reserved for „private“ clothes. From time to time, a few older shirts made it from the private compartment to the hospital one.

And today? Well, my plan worked and I am now the first female consultant in our department. The compartments in my closet mingle more and more and I am convinced you can be a surgeon and woman.