Outfit of the day

Oh man, das Wetter ist ja ein auf und ab zur Zeit, daher hier ein Outfit für die nicht ganz so warmen Tage. Unter dem Kittel sieht man leider das raffinierte Rückenteil nicht, aber dafür dann beim gemütlichen Kaffee nach der Arbeit 😉 .

The weather has it´s ups and downs at the moment, therefore an outfit for the not so summery days. Unfortunately you can´t see the back under the white coat, but you can see it when you go for a little shopping or coffee after work 😉 .

Sweater: Sportalm; bag: Voi; jeans: 7 for all mankind; shoes: St. Emile

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Traveling back in time

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Erst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass es hier nach Berlin so still war. Das lag daran, dass ich neben den vielen Diensten und ab und an einem Workout auch noch ein paar Lernsession einstreuen musste, da die Prüfung zur Chirurgie angeborener Herzfehler anstand. Und tatsächlich habe ich alles bestanden und bin nun auch noch Kinderherzchirurgin!

Zeitgleich war ich auch auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax- , Herz- und Gefäßchirurgie in Leipzig. Es war insgesamt ein schöner und interessanter Kongress, allerdings gab es eine Session in der ich mich ins Mittelalter zurückversetzt fühlte. Es gab mal wieder den fast schon obligatorischen Vortrag über Frauen in der Chirurgie. Hier sprach ein Chefarzt über das „Problem“ Frauen in der Herzchirurgie. Denn erstens haben wir nur 70% der Muskelmasse von Männern und zweitens ist es ja immer noch die Frau, die die Kinder bekommt, insofern müssen dann die mänlichen Kollegen für uns mitarbeiten.Ich war echt schockiert, da er es offensichtlich auch noch ernst meinte! Und dabei ist er mit 49 Jahren noch einer der recht jungen Chefärzte. Ich konnte darauf auch nicht einmal etwas erwiedern, da ich diese Denkweise so unfassbar fand!

Nun zu der Muskelmasse: auch wenn ich Crossfit mache, habe ich auch vorher noch nicht bemerkt, dass es sonderlich viel Muskelkraft verlangt am Herzen zu operieren. Die Männer müssen für uns mitarbeiten? Was ist bitte mit der Armada von Männdern, die Elternzeit nehmen? Was ist mit dem Kollegen der nur 80% arbeitet? Was ist mit den älteren Kollegen, die nur noch die Hälfte der Dienste machen? Was ist damit, dass ich jahrelang im Sommer keinen Urlaub nehmen konnte, wegen der Kollegen mit schulpflichtigen Kindern? Ich glaube es auf den Fakt zu reduzieren, dass Frauen nun mal die Kinder kriegen ist zu einfach!

Ich frage mich nur wovor die Männer Angst haben? Davor, dass das Bild vom „Superhelden“ – Chirurgen bröckelt, wenn Frauen plötzlich die gleiche Arbeit machen und das vielleicht auch noch besser? Ich habe echt keine Ahnung….habt ihr Ideen?

Ich befürchte nur, dass sich die Bedingungen für Frauen in der Chirurgie nicht ändern werden, solange solche Leute Führungspositionen innehaben!

 

Traveling back in time

First I have to apologize for being so silent after Berlin, but in between my crazy schedule and working out I had to fit in some learning session as I had my board certification in congenital cardiac surgery last week….and guess what? I did it and am now an officially certified pediatric cardiac surgeon!

Besides that I attended the annual meeting of the German Society of Cardiothoracic and Vascular Surgery. It was a nice meeting taking place in Leipzig with interesting sessions and conversations. BUT in one session I was traveling back in time as there was a talk about women in surgery. One head of the department gave it and he stated that having female surgeons in the department is a problem: that we have only 70% of the men´s muscle mass and the most important fact: we are having the babies and therefore the men have to work more to compensate our „weaknesses“.And it wasn´t one of the old professors, but with 49yo a fairly young one. I was just sitting there unable to comment on that being in utter shock! What the f…..???? What did he just say? Is he really believing that?

Obviously he is! First: besides being a crossfitter, I have never noticed that you need a lot of muscular strength to operate on someones heart. Second: what about the colleague who takes parental leave (very trendy at the moment), what about a colleague who works 80%, what about the older colleagues who are doing only half of the on calls in a month, what about me having to work all summer for the colleagues who have children in school and going on holiday? I think breaking it down to us women having babies is just to easy!

I am wondering what they are afraid of? That there image of the amazing surgeon with inhuman superpowers is falling when women can do the same or better? I really am clueless…. Do you have any ideas?

I guess as long as surgeons with that attitude are in leadership positions, nothing will change for the better for women in surgery!

Global warming

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…nein, nicht noch ein Artikel über die CO2-Bilanz oder unser ökologisches Gewissen…sondern ein Loblied auf den Herbst. Ich selbst bin ja ein bekennendes Sommermädchen und mag den grauen und regnerischen Herbst nun mal gar nicht! Aber dieses Jahr ist alles anders…Temperaturen um die 20°C, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und in der Sonne joggen gehen, abends noch ewig draussen zu sitzen sind Dinge an die ich mich definitiv gewöhnen kann. Daher hoffe ich, dass dieses Jahr der Herbst noch ein bißchen länger bleibt ;-).

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Shirt: Replay; tights: Victoria’s Secret Sports; shoes: Nike

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Global warming

..no, not another article on CO2 footprints and ecological conscience…but a praise of this years fall! I am a self-confessed summer girl and not really keen on the grey and rainy fall, but this years fall is just wonderful. Sitting and running in the sunshine by day and sitting outside at a bar at night are things I could get used to in fall. Therefore I hope it will stay a little bit longer this year ;-).

Tadaaaaaa….

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..ich bin wieder da :-)! War auch nicht wirklich weg, nur online etwas abgetaucht, da ich in meinem Hamsterrad fest steckte. Eigentlich war es schon fast vorher klar, dass der August nicht mein Monat wird, als ich einen Blick auf den Dienstplan geworfen hatte, denn da stand sage und schreibe 17 Mal mein Name. Aber dass ich dann auch noch soviel Pech hatte und die Mehrheit der Rufdienste im OP-Saal verbringe…nun ja, Schicksal!

Anfang August ging es noch ganz gut los, da war ich nämlich in München auf der Modemesse und habe, wie auch schon in Berlin, einen Blick auf die Sommerkollektion 2016 geworfen und ich muss sagen: ich freue mich modetechnisch sehr auf nächstes Jahr!

IMG_3294Dress: St. Emile; shoes: Uzurii

Habe die Fahrt auch gleich dazu genutzt in Beilstein bei just E. vorbeizuschauen und die ersten Herbstteile anprobiert. Hatte dabei jede Menge Spaß und die Bilder meiner Favoriten gibt es bald hier zu sehen.

Aber die ganzen Dienste haben mich ganz schön geschlaucht. Habe zwar versucht mich trotzdem, oder gerade deshalb, gesund zu ernähren und auch regelmäßig zum Sport zu gehen, aber schön war es trotzdem nicht. Wie kam es zu dieser Dienstakkumulation? Tja…Urlaubszeit, wie man mir so schön mitteilte. Doof nur, dass ich die einzige ohne Kinder bin und daher im August/ September quasi Urlaubssperre habe und das Ganze dann ausbaden muss. Im Übrigen ist es bei meinen Kollegen egal, ob es sich um schulpflichtige Kinder handelt oder nicht. Gerecht ist auch irgendwie anders, aber was will man von der männlichen Logik und Planung schon anderes erwarten….

Jetzt ist es aber Mitte September und die Lage entspannt sich langsam etwas. Ich habe auch mit meinem Wiesn Wochende und meinem Beachvolleyball-Urlaub genug tolle Dinge in Aussicht :-)….da freu ich mich schon drauf!

Bis bald!

Tadaaaaa….

…..I am back! Actually I wasn´t anywhere except stuck in my daily rat race. As I had a glimps on my work schedule it was obvious that August wasn´t going to be my month as my name appeared for on call on 17 days. But I didn´t imagine how bad it gonna be…I was in the OR for most of the days and nights. Bad luck for me….

August started well with a visit to Munich fashion fair to have another look on next summer´s collection and I liked what I saw! Definitely looking forward to wearing some of the pieces!

On my way to Munich I made a quick stop over in Beilstein at just E. to try on the new fall collection. It was a lot of fun and pictures will follow.

But I paid the price for working so much….I was exhausted! I tried to eat clean and stay active but it wasn´t fun. But how did I end up with that much on calls in one month? Holiday season was the answer I got. Bad for me, that I am the only one without kids and are not allowed to take time off during August and September. By the way it didn´t matter if my colleges have kids in school or not. Fair is different, but what to expect from male logic and organization…

But September is in full flow and things are starting to go back to normal. I have some cool things to look forward to like my visit to the Oktoberfest and a beach-volleyball vacation :-)….I am excited!

See you soon!

Failure

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Wie gehe ich mit Fehlern um, wurde ich diese Woche von einem Assistenzarzt gefragt. Schwierig, macht man sich zuviele Gedanken und nimmt jeden Patienten mit nach Hause, kann das auf die Dauer große Auswirkungen sowohl auf das Privatleben als auch das Berufsleben haben. Reflektiert man sein Handeln aber überhaupt nicht…dann stellt man sich besser drauf ein nie ein guter Chirurg zu werden.

Wie immer muss man die richtige Balance finden: sein Handeln reflektieren und seine Fehler erkennen, aber auch Dinge abzuhaken, damit sie einem nicht im schlimmsten Fall das Vertauen in die chirurgischen Fähigkeiten nehmen.

In jedem Stadium des Chirurgendaseins ist es wichtig sein Handeln zu reflektieren und zu überlegen warum man etwas macht. Routine ist wichtig, aber manchmal sollte man auch über den Tellerrand hinausschauen.

Aber was, wenn man nun wirklich einen Fehler gemacht hat? Und das wird irgendwann passieren. Als erstes muss man analysieren, was überhaupt falsch gelaufen ist, als nächstes sollte man nicht jemand anderes dafür verantwortlich machen (häufig muss der Patient herhalten, aber auch gern die Anästhesie oder der Assistent), sondern darüber nachdenken, was man das nächste Mal anders/ besser machen kann. Es ist auch kein Zeichen von Schwäche den Fall mit einem Kollegen zu besprechen und ihn nach seiner Meinung zu fragen. Wichtig ist auf jeden Fall den Fall abzuhaken, auch wenn die Lösung manchmal „Schicksal“ lautet, denn ansonsten kann es sein, dass man in einer ähnlichen Situation an seinen Fähigkeiten zweifelt. Das sollte man in der Chirurgie jedoch nie, denn wichtig ist es sowohl seinen eigenen Fähigkeiten zu vertrauen, als auch seine Grenzen zu kennen.

Am Anfang meiner Ausbildung wurde mir einmal gesagt: du darfst jeden Fehler einmal machen, allerdings darf es kein zweites mal passieren.

Da ist was dran, auch wenn ich heute denke, ich muss nicht alle Fehler selber machen um daraus zu lernen. Denn auch aus den Fehlern anderer kann man eine Menge für sich rausziehen.

Failure

How to cope with failure was a question one of the junior surgeons asked me today. Difficult….caring and worrying too much can have an enormous impact both on your private and professional life. Not to care and reflect at all….prepare to be a bad surgeon.

As always you have to find the balance: where you reflect and recognize your mistakes, but not taking every patient home with you and let him destroy your confidence in your surgical skills.

At every stage of your professional life it is important to reflect what you are doing and why you are doing it in a certain way as well as thinking outside your box, if there are other, maybe better ways of doing it. Routine is important but having a glimps now and then what else is out there can help.

But what if you´ve done something wrong…you made a mistake. It will happen! First you have to realize, what has gone wrong, but the next thing is not to blame someone else (most of the times the patient, the anaesthesist, the assistant) but to ask yourself, what can I do differently the next time. What can I do to prevent it. It is no sign of weakness to ask someone to help you thinking it through. It is important that you find a solution, even if it is „fate“ at the end to round it up. Otherwise you will find yourself in a similar situation not believing in yourself and your skills. And that is an important factor in surgery, believing in yourself as well as knowing and respecting your limits.

As I started my surgical career I was once told: you can make a mistake once, but you can´t make it twice!

There lies some truth in it, even though I am thinking now, that you don´t have to make a mistake someone else has already made. You can learn from you own mistakes as well as from others.