Traveling back in time

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Erst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass es hier nach Berlin so still war. Das lag daran, dass ich neben den vielen Diensten und ab und an einem Workout auch noch ein paar Lernsession einstreuen musste, da die Prüfung zur Chirurgie angeborener Herzfehler anstand. Und tatsächlich habe ich alles bestanden und bin nun auch noch Kinderherzchirurgin!

Zeitgleich war ich auch auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax- , Herz- und Gefäßchirurgie in Leipzig. Es war insgesamt ein schöner und interessanter Kongress, allerdings gab es eine Session in der ich mich ins Mittelalter zurückversetzt fühlte. Es gab mal wieder den fast schon obligatorischen Vortrag über Frauen in der Chirurgie. Hier sprach ein Chefarzt über das „Problem“ Frauen in der Herzchirurgie. Denn erstens haben wir nur 70% der Muskelmasse von Männern und zweitens ist es ja immer noch die Frau, die die Kinder bekommt, insofern müssen dann die mänlichen Kollegen für uns mitarbeiten.Ich war echt schockiert, da er es offensichtlich auch noch ernst meinte! Und dabei ist er mit 49 Jahren noch einer der recht jungen Chefärzte. Ich konnte darauf auch nicht einmal etwas erwiedern, da ich diese Denkweise so unfassbar fand!

Nun zu der Muskelmasse: auch wenn ich Crossfit mache, habe ich auch vorher noch nicht bemerkt, dass es sonderlich viel Muskelkraft verlangt am Herzen zu operieren. Die Männer müssen für uns mitarbeiten? Was ist bitte mit der Armada von Männdern, die Elternzeit nehmen? Was ist mit dem Kollegen der nur 80% arbeitet? Was ist mit den älteren Kollegen, die nur noch die Hälfte der Dienste machen? Was ist damit, dass ich jahrelang im Sommer keinen Urlaub nehmen konnte, wegen der Kollegen mit schulpflichtigen Kindern? Ich glaube es auf den Fakt zu reduzieren, dass Frauen nun mal die Kinder kriegen ist zu einfach!

Ich frage mich nur wovor die Männer Angst haben? Davor, dass das Bild vom „Superhelden“ – Chirurgen bröckelt, wenn Frauen plötzlich die gleiche Arbeit machen und das vielleicht auch noch besser? Ich habe echt keine Ahnung….habt ihr Ideen?

Ich befürchte nur, dass sich die Bedingungen für Frauen in der Chirurgie nicht ändern werden, solange solche Leute Führungspositionen innehaben!

 

Traveling back in time

First I have to apologize for being so silent after Berlin, but in between my crazy schedule and working out I had to fit in some learning session as I had my board certification in congenital cardiac surgery last week….and guess what? I did it and am now an officially certified pediatric cardiac surgeon!

Besides that I attended the annual meeting of the German Society of Cardiothoracic and Vascular Surgery. It was a nice meeting taking place in Leipzig with interesting sessions and conversations. BUT in one session I was traveling back in time as there was a talk about women in surgery. One head of the department gave it and he stated that having female surgeons in the department is a problem: that we have only 70% of the men´s muscle mass and the most important fact: we are having the babies and therefore the men have to work more to compensate our „weaknesses“.And it wasn´t one of the old professors, but with 49yo a fairly young one. I was just sitting there unable to comment on that being in utter shock! What the f…..???? What did he just say? Is he really believing that?

Obviously he is! First: besides being a crossfitter, I have never noticed that you need a lot of muscular strength to operate on someones heart. Second: what about the colleague who takes parental leave (very trendy at the moment), what about a colleague who works 80%, what about the older colleagues who are doing only half of the on calls in a month, what about me having to work all summer for the colleagues who have children in school and going on holiday? I think breaking it down to us women having babies is just to easy!

I am wondering what they are afraid of? That there image of the amazing surgeon with inhuman superpowers is falling when women can do the same or better? I really am clueless…. Do you have any ideas?

I guess as long as surgeons with that attitude are in leadership positions, nothing will change for the better for women in surgery!

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Giftwrapping

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Morgen ist Weihnachten :-). Da ich die letzte Woche Urlaub hatte ist es bei mir dieses Jahr sehr stressfrei und alle Geschenke sind besorgt und verpackt. Bevor ihr jetzt neidisch werdet, da ihr gerade wie blöd durch die Stadt rennt um das Letzte zu besorgen und dann mit Grauen an die Einpack-Orgie denkt, die ihr noch vor euch habt, dann habe ich etwas für euch. Hier sind ein paar Beispiele, wie man Geschenke verpacken kann, denn eine schöne Verpackung ist fast genauso wichtig wie der Inhalt. Mit einer liebevollen Verpackung drückt ihr aus, dass euch der Mensch etwas bedeutet und ihr Mühe und Zeit investiert habt. Ich freue mich auf jeden Fall immer sehr über schöne selbst eingepackte Geschenke.

Ich schenke auch immer der OP-Pflege, den Kardiotechnikern, den Sekretärinnen, den Arzthelferinnen eine Kleinigkeit um mich für die Zusammenarbeit des vergangenen Jahres zu bedanken. Auch die Station bekommt eine große Weihnachtstüte mit Lebkuchen und anderen Leckereien, für diejenigen, die an Weihnachten arbeiten müssen. Es dauert zwar etwas alles zu besorgen und zu verpacken, aber es lohnt sich.

 

It´s Christmas tomorrow….oh I am excited! But you probably run around errands to get the last gifts (or any at all) and prepare for the big day. In this stressful setting gift wrapping can be a really annoying duty, but it is as important as the present itself. With the perfect gift wrapping you can express how much you love the one you are giving to. A nice wrapping gives me a smile and it does look good under the christmas tree :-). If you are running out of ideas I put together my presents for this christmas, be it for family, friends or my staff at the hospital, to give you some inspiration on how the wrap the present.

Speaking of the gifts for the hospital staff. I always give little presents to the OR staff, the perfusionists, the secretaries and a huge Santa bag with sweets for the ward for those working on Christmas. It is a lot of work to get it all sorted and wrapped, but I think it is a nice idea, to say thank you for all the work they do for you over the year. So, maybe you consider that next year…it will make your work a little easier.

Tadaaaaaa….

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..ich bin wieder da :-)! War auch nicht wirklich weg, nur online etwas abgetaucht, da ich in meinem Hamsterrad fest steckte. Eigentlich war es schon fast vorher klar, dass der August nicht mein Monat wird, als ich einen Blick auf den Dienstplan geworfen hatte, denn da stand sage und schreibe 17 Mal mein Name. Aber dass ich dann auch noch soviel Pech hatte und die Mehrheit der Rufdienste im OP-Saal verbringe…nun ja, Schicksal!

Anfang August ging es noch ganz gut los, da war ich nämlich in München auf der Modemesse und habe, wie auch schon in Berlin, einen Blick auf die Sommerkollektion 2016 geworfen und ich muss sagen: ich freue mich modetechnisch sehr auf nächstes Jahr!

IMG_3294Dress: St. Emile; shoes: Uzurii

Habe die Fahrt auch gleich dazu genutzt in Beilstein bei just E. vorbeizuschauen und die ersten Herbstteile anprobiert. Hatte dabei jede Menge Spaß und die Bilder meiner Favoriten gibt es bald hier zu sehen.

Aber die ganzen Dienste haben mich ganz schön geschlaucht. Habe zwar versucht mich trotzdem, oder gerade deshalb, gesund zu ernähren und auch regelmäßig zum Sport zu gehen, aber schön war es trotzdem nicht. Wie kam es zu dieser Dienstakkumulation? Tja…Urlaubszeit, wie man mir so schön mitteilte. Doof nur, dass ich die einzige ohne Kinder bin und daher im August/ September quasi Urlaubssperre habe und das Ganze dann ausbaden muss. Im Übrigen ist es bei meinen Kollegen egal, ob es sich um schulpflichtige Kinder handelt oder nicht. Gerecht ist auch irgendwie anders, aber was will man von der männlichen Logik und Planung schon anderes erwarten….

Jetzt ist es aber Mitte September und die Lage entspannt sich langsam etwas. Ich habe auch mit meinem Wiesn Wochende und meinem Beachvolleyball-Urlaub genug tolle Dinge in Aussicht :-)….da freu ich mich schon drauf!

Bis bald!

Tadaaaaa….

…..I am back! Actually I wasn´t anywhere except stuck in my daily rat race. As I had a glimps on my work schedule it was obvious that August wasn´t going to be my month as my name appeared for on call on 17 days. But I didn´t imagine how bad it gonna be…I was in the OR for most of the days and nights. Bad luck for me….

August started well with a visit to Munich fashion fair to have another look on next summer´s collection and I liked what I saw! Definitely looking forward to wearing some of the pieces!

On my way to Munich I made a quick stop over in Beilstein at just E. to try on the new fall collection. It was a lot of fun and pictures will follow.

But I paid the price for working so much….I was exhausted! I tried to eat clean and stay active but it wasn´t fun. But how did I end up with that much on calls in one month? Holiday season was the answer I got. Bad for me, that I am the only one without kids and are not allowed to take time off during August and September. By the way it didn´t matter if my colleges have kids in school or not. Fair is different, but what to expect from male logic and organization…

But September is in full flow and things are starting to go back to normal. I have some cool things to look forward to like my visit to the Oktoberfest and a beach-volleyball vacation :-)….I am excited!

See you soon!

Failure

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Wie gehe ich mit Fehlern um, wurde ich diese Woche von einem Assistenzarzt gefragt. Schwierig, macht man sich zuviele Gedanken und nimmt jeden Patienten mit nach Hause, kann das auf die Dauer große Auswirkungen sowohl auf das Privatleben als auch das Berufsleben haben. Reflektiert man sein Handeln aber überhaupt nicht…dann stellt man sich besser drauf ein nie ein guter Chirurg zu werden.

Wie immer muss man die richtige Balance finden: sein Handeln reflektieren und seine Fehler erkennen, aber auch Dinge abzuhaken, damit sie einem nicht im schlimmsten Fall das Vertauen in die chirurgischen Fähigkeiten nehmen.

In jedem Stadium des Chirurgendaseins ist es wichtig sein Handeln zu reflektieren und zu überlegen warum man etwas macht. Routine ist wichtig, aber manchmal sollte man auch über den Tellerrand hinausschauen.

Aber was, wenn man nun wirklich einen Fehler gemacht hat? Und das wird irgendwann passieren. Als erstes muss man analysieren, was überhaupt falsch gelaufen ist, als nächstes sollte man nicht jemand anderes dafür verantwortlich machen (häufig muss der Patient herhalten, aber auch gern die Anästhesie oder der Assistent), sondern darüber nachdenken, was man das nächste Mal anders/ besser machen kann. Es ist auch kein Zeichen von Schwäche den Fall mit einem Kollegen zu besprechen und ihn nach seiner Meinung zu fragen. Wichtig ist auf jeden Fall den Fall abzuhaken, auch wenn die Lösung manchmal „Schicksal“ lautet, denn ansonsten kann es sein, dass man in einer ähnlichen Situation an seinen Fähigkeiten zweifelt. Das sollte man in der Chirurgie jedoch nie, denn wichtig ist es sowohl seinen eigenen Fähigkeiten zu vertrauen, als auch seine Grenzen zu kennen.

Am Anfang meiner Ausbildung wurde mir einmal gesagt: du darfst jeden Fehler einmal machen, allerdings darf es kein zweites mal passieren.

Da ist was dran, auch wenn ich heute denke, ich muss nicht alle Fehler selber machen um daraus zu lernen. Denn auch aus den Fehlern anderer kann man eine Menge für sich rausziehen.

Failure

How to cope with failure was a question one of the junior surgeons asked me today. Difficult….caring and worrying too much can have an enormous impact both on your private and professional life. Not to care and reflect at all….prepare to be a bad surgeon.

As always you have to find the balance: where you reflect and recognize your mistakes, but not taking every patient home with you and let him destroy your confidence in your surgical skills.

At every stage of your professional life it is important to reflect what you are doing and why you are doing it in a certain way as well as thinking outside your box, if there are other, maybe better ways of doing it. Routine is important but having a glimps now and then what else is out there can help.

But what if you´ve done something wrong…you made a mistake. It will happen! First you have to realize, what has gone wrong, but the next thing is not to blame someone else (most of the times the patient, the anaesthesist, the assistant) but to ask yourself, what can I do differently the next time. What can I do to prevent it. It is no sign of weakness to ask someone to help you thinking it through. It is important that you find a solution, even if it is „fate“ at the end to round it up. Otherwise you will find yourself in a similar situation not believing in yourself and your skills. And that is an important factor in surgery, believing in yourself as well as knowing and respecting your limits.

As I started my surgical career I was once told: you can make a mistake once, but you can´t make it twice!

There lies some truth in it, even though I am thinking now, that you don´t have to make a mistake someone else has already made. You can learn from you own mistakes as well as from others.

Work life Balance

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Die berühmte work life balance ist in aller Munde, doch was steckt genau dahinter? Ist es ein Trend von dem jeder spricht und hinter dem sich die Kollegen der Anästhesie so gerne verstecken…schließlich will ich eine ausgeglichenen work life balance haben….so die meisten auf die Wahl der Fachrichtung angesprochen. Doch was macht man, wenn einem außer der Chirurgie nicht viel einfällt, wenn das einzige , was man machen will ist im OP-Saal zu stehen und zu operieren und man sich nichts langweiligeres vorstellen kann als sich auf der falschen Seite der Blut-Hirn-Schranke zu befinden? Muss man da seine Vorstellung von der work life balance schon beim Vorstellungsgespräch begraben?

Bei den vielen Diensten und langen Arbeitszeiten ist es sicherlich schwierig noch von erfülltem Privatleben und Freizeit zu sprechen. Wie viele Verabredungen muss man doch platzen lassen, weil man noch im OP feststeht, wie viele Familienfeiern verpasst man, weil man an dem Wochenende Dienst hat und wie oft muss man das Training absagen, weil man es nicht rechtzeitig aus der Klinik schafft? Ich denke dies sind Szenarien in denen sich jeder wiedererkennt….dennoch, ich denke mit einigen Abstrichen ist auch in der Chirurgie eine ordentliche work life balance machbar.

Was nämlich auch zu einem erfüllten Leben gehört ist ein Job, der einem Spaß macht. Und mir macht operieren unglaublich Spaß (zugegebenermaßen nachts um drei tendiert der Spaßfaktor gegen null) und die täglich neunen Herausforderungen erfüllen mich, so dass ich gar nicht dazu komme mich zu langweiligen…ein bore out ist somit nicht möglich…

Aber was ist mit einem burn out? Wir sind täglich enormen Druck ausgesetzt: die OP sollte gut werden und der Patient hoffentlich ohne Komplikationen überleben, wobei wir gar nicht alles selbst in der Hand haben, die Stationsarbeit will erledigt werden, Patienten und Angehörige fordern ihr Recht auf ein Gespräch, der Brief ist noch nicht fertig, geschweige denn der OP Bericht, die Studenten wollen ausgebildet werden und administrative Arbeiten suchen auch noch ihr Zeitfenster und forschen sollte man eigentlich auch noch……das kann schon ganz schön viel werden, dazu nie eine richtige Pause, da der Funker oder das Telefon immer dabei sind und jederzeit der wohlverdienten Pause ein Ende setzen können. Aber wie schaffe ich es mich davon nicht allzu sehr stressen zu lassen???

Schwierig! Ich habe mal den Satz gelesen: „done is better than perfect“. Da ist was dran…manchmal kommt es nicht darauf an mit seinem OP Bericht den Pulitzer Preis zu gewinnen, sondern er muss einfach nur geschrieben werden…und dies lässt sich zumindest in einige Bereiche übertragen, wenn auch nicht in den OP Saal, denn da kann eine Kleinigkeit, die nicht perfekt ist, einen ganzen Rattenschwanz hinterher ziehen, der letztendlich zu einer schwerwiegenden Komplikation führt.

Sich in seiner Freizeit Freiräume schaffen und diese gut nutzen ist mein einziger Tipp. Das dies nicht einfach ist weiß ich selber…hatte meinen eigenen Tiefpunkt im Winter 2013, als ich dachte ich müsste mich in meiner neuen Rolle als Oberärztin beweisen. „Hmmm..heute hab ich nen OP freien Tag, die Arbeit ist soweit erledigt, es ist 16.30Uhr, ich könnte heimgehen…….aber nein, ich kann doch jetzt noch nicht heimgehen, was wenn noch einer was von mir will, oder es der OA-Kollege nicht rechtzeitig aus seiner OP kommt um sein Kolloquium zu machen, vielleicht muss ich das übernehmen, oder wenn gar der Chef auf die Idee kommt mich anzufunken und ich bin nicht mehr da…“ also blieb ich, zu tun ist ja immer was! Ich glaube ich brauche nicht zu betonen, dass die meisten dieser „what if`s“ nie eingetreten sind…. auch die OA Dienste stressten mich: was wenn ein Notfall kommt, den ich nicht managen kann, was wenn ich die falsche Entscheidungen treffe?

Dies alles führte dazu, dass ich abends völlig erschossen heimkam und es gerade noch so aufs Sofa schaffte. Ich musste ja schließlich für den nächsten Arbeitstag Kraft tanken. Sport???? Auf gar keinen Fall, ich bin viel zu müde….. na ja, in dieser Lethargie kann man schon Tag für Tag und Woche für Woche hängen bleiben! Doch irgendwann war Schluss!

Ein Kollege von mir hatte einen Schlaganfall mit Mitte 40 und ich konnte mich in meiner Lethargie auch selbst nicht mehr leiden. Also änderte ich was…ich fing mit kleinen Schritten an, ging abends wenigstens noch 20min joggen, oder machte Krafttraining vor dem Fernseher und so langsam aber sicher wurde ich aktiver…..das Fitnessstudie hat mich inzwischen nicht mehr nur als Karteileiche, sondern als aktives Mitglied wieder, auch auf dem Beach-Volleyball Platz wurde ich im Sommer öfter gesichtet. Und umso mehr ich machte, umso leichter fiel es mir und ich glaube ich brauche es auch nicht zu betonen, dass man in einem fitten Körper auch die Belastung einer stundenlangen OP vor allem nachts besser meistert.

Auch der Vorsatz die Wochenenden mit einem Kurztrip ab und an zu nutzen und mein Sozialleben auch unter der Woche zu beleben hat gut geklappt…was soll´s wenn ich im OP abends festhänge, dann komme ich halt später zum Cocktailabend mit den Mädels, aber Hauptsache ich komme. Auch nach dem Motto:“ life begins outside your comfort zone“, habe ich viele neue Dinge ausprobiert, wie Crossfit oder Yoga und es war es definitv wert.

Es ist also möglich…..auch wenn ich nicht behaupte, dass es einfach ist, aber wenn man dabei ist wird man es nicht bereuen! Inzwischen schaffe ich es auch an den wenigen Tagen, an denen es möglich ist um 17 Uhr zu sagen…toll, Arbeit ist fertig, ich geh jetzt nach hause…und glaubt mir, wenn wirklich einer was von euch will, findet er Mittel und Wege und eure Handynummer ;-)…

Work life Balance

Work-life balance is on everyone’s lips, but what exactly is it? It´s a trend you hear of everywhere and behind which the colleagues of anesthesia like to hide … I want a good work-life balance…so most of them say when asked about the choice of discipline. But what do you do if you can´t imagine another job than surgery, if the only thing you want to do is to stand in the operating room and to operate and you can`t imagine anything more boring than to be on the wrong side of the blood-brain barrier? Do you have to burry the idea of ​​work-life balance at your first interview?

With so many on-calls and long working hours, it is certainly difficult to get it all: a fulfilled private life and time for all your hobbies. How many appointments did you have to cancel, because you are still in the operating room, how many family events did you missed because you had to work at the weekend and how often did you have to cancel your workout, because you couldn´t make it in time? I think these are scenarios every surgeon knows …. nevertheless, I think with a few drawbacks it is feasible to have a proper work-life balance….even as a surgeon.

I guess the most important thing of a good work-life balance is a fulfilling job that you enjoy doing. For me, this means standing in the operating room (admittedly at 3am the fun factor tends to zero) and to conquer new challenges every day… a bore out is not possible …

But what about a burn out? We are exposed to tremendous pressure every day: the operation has to be good and the patient should survive hopefully without complications, which we do not always have in our hands, the ward work has to be done, patients and relatives demand their right of a conversation, the discharge letter is not ready yet, let alone the operation report, the students want to be educated and administrative tasks are also looking for a time slot and don´t talk about research …… this can get pretty tough, you never have a real break, because the bleep or phone is always with you and is always able to put an end to the well-deserved break. But what can one do to not totally stress out?

Difficult! I once read the sentence: „Done is better than perfect“. There’s some truth to that … sometimes it does not matter if your operation report will win the Pulitzer prize, it just has to be done … and at least in some areas this quote can be used, but not in the operating room because there one little thing that is not perfect can draw a whole rat tail behind which ultimately leads to serious complications.

Create some time for yourself and use it well is my only advice. This is not easy, I know … I hit my rock bottom in winter 2013 when I thought I had to prove myself in my new role as consultant. „Hmmm…today I don´t operate, I cleared my desk, it is 16.30Uhr, I could go home ……. but wait, I cannot go home yet, what if someone wants to reach me, or my consultant colleague does not make it in time out of surgery to got to colloquium, maybe I have to fill in, or what if the head of department needs something from me and I am no longer there …“ So I stayed, there is always something to do! I think I don´t need to emphasize that most of these „what IF`s“ never occurred …. the on-calls stressed me: what if an emergency comes up, I can not handle what if I make the wrong decision?

All of this was responsible that I collapsed on my sofa the minute I got home, workout? No way, I’m too tired ….. well, in this lethargy you really can get stuck day in and day out! But there was a turning point for me!

A colleague of mine had a stroke in his mid-40s and I could no longer stand my lethargy. So I needed to change … I started with small steps, went jogging in the evening at least for 20 minutes, or made strength training watching television and so slowly but surely I became more active ….. my fitness center had me back as an active member, and in summer I was seen more often on the beach volleyball court. And the more I did, the easier it got and I don´t need to emphasize that a fitter body can handle hours of surgery much better.

My set intention to go on more weekend trips and to revive my social life during the week worked out well … so now if I am stuck in the operating room in the evening, I’ll join the girls later for cocktails, but at least I`ll join them. After the motto: „Life begins outside your comfort zone,“ I have tried many new things, such as Crossfit and yoga and it was definitely worth it.

To have a good work life balance as a surgeon? It is possible ….. although I do not pretend that it is easy and I am working on it every single day! But for now, on the few days when it is possible to leave work early… I think: great, work is finished, I’ll go home!… and trust me, when someone really wants to contact you, they will know your mobile number ; -) .

I can`t get no sleep…..

…sorry, dass ich momentan so auf Tauchstation bin, aber irgendwie kommt der Schlaf aktuell etwas zu kurz. Nachdem ich das Wochenende quasi durchgehend im OP verbracht habe…thank god I survived….geht mein Dauerdienst weiter. Hoffe das nächste Wochenende wird etwas ruhiger, so dass ich endlich mal ausgiebig von meinen spannenden Erlebnissen in Kapstadt berichten kann. Bis dahin alles Liebe!

I can`get no sleep

….not because I worry so much (too exhausted for that), but with being in the OR literally 24/7 at the weekend, sleep was definitely coming short. More on calls for me this week, but fingers crossed that next weekend will be better! I hope I find time to tell you all about my exciting stay in Cape Town!